Nicaraguas Kolonialstädte León und Granada und Eindrücke eines wunderschönen Landes

 

Wunderschön! Einfach nur wunderschön sind Nicaraguas Städte mit den farbigen Häusern im Kolonialstil und bieten tolle Fotosujets…

In León angekommen hatte ich sehr schnell den Eindruck, dass mir dieses Land gut gefallen könnte. Und so war es auch. Zudem war alles sehr günstig, so dass man für ein Bier in einer Bar gerade mal einen Franken bezahlt hat und ein Essen für etwas mehr als vier Franken zu haben war.

Nicaragua ist das ärmste Land Zentralamerikas und als Geheimtipp bekannt. Trotzdem hätte ich nie erwartet, dass das Reisen in diesem Land so einfach, sehr sicher und komfortabel ist. Und erst all die freundlichen Menschen. Ich bin eigentlich immer mit den Chicken Bussen – aussortierte amerikanische Schulbusse – gefahren, wo die Einheimischen auch ab und zu tatsächlich kleine Hühner transportiert haben.

Ich habe gesehen wie eine Frau alleine unterwegs im Rollstuhl in den Bus gehievt wurde und alle Personen rundherum geholfen haben. Frauen mit Kleinkindern oder älteren Menschen wird selbstverständlich Platz angeboten.

Und da war dieses kleine Mädchen, ungefähr fünf Jahre alt, das auf Pouletflügeli kauend und grinsend mir angeboten hat mich daneben zu setzen. Ich war etwas erstaunt, weil ich dachte, dass ein so kleines Mädchen wohl kaum alleine unterwegs ist. Dann habe ich sie gefragt, ob sie denn sicher sei, dass ich da sitzen könne oder ob der Platz nicht für jemand anderen ist. Keine zwei Minuten später stand ihre Mama neben mir und die Kleine hatte eine riesen Freude, dass sie uns beiden einen Streich gespielt hat.

León war die frühere Hauptstadt von Nicaragua und geschichtlich sehr bedeutend. So liess ich mir einen Besuch ins Museum der Revolution nicht entgehen. Ich hatte einen Führer, der enthusiastisch und in schnellem Spanisch die Geschichte des Landes erzählt hat und ab und zu verlauten liess wie gerne er die Zeit manchmal zurückdrehen möchte. Auch lernte ich, dass die Revolutionskämpfer Nicaraguas in Kuba an der Seite von Che Guevara ausgebildet wurden. Dies ist auch der Grund, dass Che auch in Nicaragua ein Nationalheld ist.

Granada ist die schönste und charmanteste Stadt, die ich auf all meinen Reisen jemals gesehen habe. Die Kathadrale erstrahlt in einem mediteranen gelb, der zentrale Park bietet Schatten und zahlreiche Stände mit farbigen Souvenirs und Essensständen mit beispielsweise leckeren Maisfladen. Am meisten beeindruckt haben mich aber die farbigen Häuser im Kolonialstil, die so friedlich vor sich hinschlummern.

Der Ausflug zu den Islas de Granada hat mich weniger fasziniert, da es einerseits ziemlich bewölkt war und andererseits die Tour um viele von Ausländern bewohnten Privatinseln führte, die nun mal nicht so beindruckend sind wie das echte Nicaragua. Der Kratersee Lago de Apoyo – der sauberste See Nicaraguas – hat mich jedoch schnell fasziniert. Bei unserer Ankunft lag der See ruhig da, die Sonne schien und ich freute mich auf eine Abkühlung. Schliesslich haben wir ein Kayak gemietet und sind damit auf den See rausgepaddelt. Mittlerweile war das Wasser aber nicht mehr so ruhig und es war auf den Wellen und mit der Strömung nicht mehr so einfach vorwärts zu kommen. Und kaum zurück, wenige Minuten später bot sich ein wunderschönes Bild einer ankommenden Regenwand. Da der Regen in Zentralamerikas warm ist und eine angenehme Abkühlung bietet, ist er immer wieder eine nette Abwechslung und manchmal ein tolles Naturschauspiel – zumindest wenn es nicht tagelang regnet.

In Nicaragua hatte ich einmal mehr das Gefühl, dass die Natur in Zentralamerika einfach unbeschreiblich ist…

 

 

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