Krank und Dauerregen im Paradies

Während mehreren Tagen hatte ich leichte Schmerzen im linken Ohr. Mal ging es wieder besser, mal weniger. Ich dachte, dass dies vom Kiefer kommt, bis ich eines Nachts nicht mehr schlafen konnte, weil die Schmerzen plötzlich so stark waren. Ein Blick in den Spiegel und ich sah, dass auch meine Mandeln Anzeichen von Angina anzeigen. Und da wusste ich, ab zum Doktor…

Ich bin in Puerto Viejo zum Arzt gegangen, der mir Medikamente verschrieben hat und ziemlich kassiert hat für die Konsultation. Es ging mir dann schnell etwas besser mit dem Antibiotika, den Ohrentropfen und dem Entzündungshemmer gegen die Schmerzen. Nur Nachts kamen die Schmerzen jeweils zurück, so dass ich alle drei Stunden aufgewacht bin und wieder ein Dafalgan 1 Gramm eingeworfen habe. Schliesslich bin ich dann trotzdem nach Panama gereist. Es war heftig mit den Schmerzen stundenlang in der brütenden Sonne an der Grenze nach Panama anzustehen. Und dann die Busfahrt nach Almirante und das Boot nach Bocas del Toro. Ich war froh, als wir endlich ankamen.

Als ich am dritten Tag der Medikamenteneinnahme keine deutliche Besserung gespürt habe, bin ich in die Apotheke gegangen. Die Apothekerin konnte mir aber nicht wirklich helfen und hat mich an den Notfall im Spital verwiesen. Ich habe ein Taxi zum Spital genommen, wo ich schliesslich auf den nächsten Tag vertröstet wurde, weil ich kein Notfall wäre. Ich wollte den Arzt in Costa Rica anrufen, aber das Münztelefon funktionierte nicht. Ich war mit den Nerven am Ende. Die Schmerzen waren unglaublich und haben mich ganz verrückt gemacht. So bin ich nochmals in die Apotheke gegangen, habe nach dem Telefon gefragt und habe den Arzt in Costa Rica von dort aus angerufen. Der Arzt meinte dann, dass ich mit der Einnahme eines anderen Antibiotika beginnen sollte und zwei Entzündungshemmer gegen Schmerzen pro Tag nehmen sollte. Das hätte er mir auch gleich so verschreiben können!!!

Aber von da an gings ganz langsam bergauf. Ich bin auf die Insel Bastimentos umgezogen und dann hat es drei Tage lang fast ununterbrochen geregnet. Ich habe die Zeit im Bett oder auf der Couch im Restaurant des Hostels verbracht, gelesen und meinen Blog auf Vordermann gebracht. Und gleichzeitig habe ich ganz tolle Leute kennengelernt mit denen ich in einer Regenpause einen Spaziergang gemacht habe oder tolle Geschichten ausgetauscht habe.

An einem Tag sind wir mit dem Boot auf die Hauptinsel gefahren. Wir sind zwar pflotschnass zurückgekommen, haben aber Delphine gesehen auf der Bootsfahrt und der Regen hatte plötzlich trotzdem seinen Reiz. Das Archipel Bocas del Toro soll bei schönem Wetter mit türkisfarbenem Meer, schönen Stränden und interessanten Schnorchelmöglichkeiten locken. Davon habe ich rein gar nichts mitbekommen. Mich hat das Regenwetter aber nicht gestört, so musste ich mich nicht mal zwingen mich zu schonen…

 

 

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