Rapa Nui – Die Osterinsel

Willkommen auf einer weit abgelegenen Insel mitten im Ozean – 3’800 Kilometer vom chilenischen Festland, 4’200 Kilometer von Französisch Polynesien entfernt. Ein magischer Ort mit Menschen mit polynesischen Zügen, die Spanisch oder Rapa Nui sprechen…

Die Osterinsel gehört zu Chile und ist quasi nur per Flugzeug zu erreichen. Es fährt einmal im Monat ein Boot von Chile nach Rapa Nui, welches aber eine ganze Woche benötigt und sicherlich die meisten Passagiere seekrank macht. Die ganze Insel ist ein einziger Nationalpark. Die Moais dürfen keinesfalls berührt werden. Es gibt neben einigen Vögeln nur Tiere, die von Menschen auf die Insel gebracht wurden. Gefährliche Krankheiten oder Kriminalität gibt es hier nicht. Sogar die Mücken sind äusserst harmlos, so dass man deren Stiche kaum bemerkt. Die Insel hat ein einziges Dorf und beherbergt ungefähr 4’000 Einwohner.

Bekannt ist die Osterinsel vor allem für die Moais, die Steinfiguren, die gemäss Legende analog von Grabsteinen bis ins 17. Jahrhundert hinein für verstorbene Bewohner aufgestellt wurden. Es gibt zahlreiche Theorien, ob die bis 50 Tonnen – der Körper des Moais ist unter der Erde – stehend oder liegend transportiert wurden. Wie die schweren Skulpturen teilweise über die ganze Insel transportiert wurden, ist und bleibt jedoch ein Rätsel.

Das Leben ist teuer, weil Rapa Nui eine Vulkaninsel mit wenig fruchtbarem Boden ist und die meisten Güter aus Chile besorgt werden müssen. So bestellen die Einwohner der Osterinsel Unterwäsche per Katalog (hat Ackermann und wie die alle heissen das schon festgestellt?). Es gibt zwar ein Spital, aber keine Ärzte, nur Krankenschwestern. Der Ambulanzjet muss erst ab Chile losfliegen, wenn es einen Notfall gibt. Besser nicht… oder man hat Glück und LAN Chile steht gerade da und transportiert den Verletzten in 4.5 Stunden aufs Festland.

Neben Hunden und Katzen, leben sehr viele wilde Pferde auf der Insel. Anscheinend scheint es ein Statussymbol zu sein Pferde zu besitzen. Diese vermehren sich von selber, haben nur wenig nährhaftes Gras und nicht immer genügend Wasser zur Verfügung. So soll man auf abgelegenen Wanderungen auf viele tote Pferde treffen.

Bei Regen gibt es nicht gerade viele Aktivitäten, zumal dann das Internet auch noch ausfällt. Mein Flug war infolge schlechten Wetters einen ganzen Tag verspätet. Das scheint hier ganz normal zu sein. Da es für Notfälle keine Zwischenlandemöglichkeit über dem Pazifik gibt, fliegt LAN Chile bei schlechter Wettervoraussage nicht. Heutzutage kann man sich das kaum noch vorstellen. Aber doch irgendwie beruhigend…

Fazit: Die Energie der Insel ist sehr speziell und es lohnt sich dafür herzukommen. Aber länger als drei bis vier Tage?

 

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