Tahiti – Start in Französisch Polynesien

Tahiti ist bekannt für die weissen Tiaréblüten und schwarze Perlen. Weisse Sandstrände? Dafür ist Tahiti die falsche Insel! Bis auf einen Strand sind alle Strände aus schwarzem Vulkansand oder -gestein. Es ist erstaunlich wie toll Schnorcheln von einem Strand aus hier sein kann. Man sieht Fische und Korallen in allen möglichen Farben und mit etwas Glück Stachelrochen und kleine Haie. Und die Wellen locken die Surfer an.

Französisch Polynesien ist eine teure Reisedestination. Ein Bett in einem Schlafsaal kostet mich mehr als 25 Schweizer Franken, in der Regel ohne Frühstück. Auswärts Essen ist nicht unter 17 Franken zu haben und für diesen Preis auch nur in einem sogenannten Roulotte – einer fahrbaren Imbissbude – und nicht in einem richtigen Restaurant. Öffentlicher Verkehr ist so gut wie inexistent, so dass man ein Fahrzeug mieten muss. Ein Auto kostet mindestens 50 Franken pro Tag ohne Benzin, in der Regel jedoch eher 80 Franken. So summieren sich die Kosten schnell. Selberkochen ist angesagt… Aber es ist nicht einfach an frisches Gemüse und Früchte zu kommen, da das Angebot in vielen Supermärkten eher spärlich ist. Und die Preise sind auch da ganz schön saftig – ich behaupte sogar teurer als in der Schweiz. Dafür gibts frischen Thunfisch für nur etwas mehr als 10 Franken das Kilo. Mhhh… lecker…

Die Polynesier essen den Thunfisch roh als “Poisson cru” – einem Salat aus rohem Thunfisch mit Karotten und Gurken in der Regel in einem Kokosmilchdressing – oder Sashimi – roher Thunfisch auf einem Weisskohlbeet mit einer asiatisch angehauchten Sauce. Den Japanern fallen die Augen aus dem Kopf, wenn sie die Portionen sehen. Der Fisch ist so frisch und zart, dass er keinen Fischgeruch aufweist und fast auf der Zunge vergeht.

Nach zehn Monaten in Lateinamerika wieder einmal Französisch sprechen. Anfangs fielen mir natürlich nur die spanischen Wörter ein, aber ich hatte den Dreh schnell wieder raus, so dass ich nach zwei Tagen auch wieder fliessend Französisch konversiert habe… Ja, Reisen ist schliesslich auch Bildung!

Meine ersten Tage in Französisch Polynesien habe ich mit Schnorcheln und Baden verbracht. Zudem habe ich an einem Tag ein Auto mit einem Franzosen gemietet und bin um die Insel gefahren. Papeete, die Hauptstadt hat wenig Charme, so dass ich lediglich den Markt und das Perlenmuseum besucht habe.

Ebenfalls auf Tahiti habe ich mir eine neue Angewohnheit für Französisch Polynesien angelegt. Luxushotels begutachten und träumen? Intercontinential, Sofitel, Méridian und wie sie alle heissen sind frei zugänglich auch für Nicht-Gäste. Man spaziert also rein, begutachtet die Anlage und geht abends zur gratis Tanzshow zum Preis von einem Bier an der Bar.

Französisch Polynesien ist fast wie Frankreich. Und dass Französisch Polynesien entsprechend entwickelt ist, ist Frankreich zu verdanken. Die Franzosen haben bis 1995 im Tuamotu-Archipel Atomtests durchgeführt. Zu diesem Zweck wurde der internationale Flughafen und die Infrastruktur wie beispielsweise Strassen erstellt. Bis 2004 gehörte Französisch Polynesien zu Frankreich, ist nun zwar autonom, aber weiterhin französisches Überseeterritorium und wirtschaftlich von Frankreich abhängig. So fliessen viele Gelder von Frankreich ins tropische Paradies. Und es leben sehr viele Franzosen in Französisch Polynesien. Eine Krankenschwester kriegt innert zwei Tagen hier einen Job zum doppelten Lohn als in Frankreich. Interessante Verhältnisse…

Und dann war es also Zeit die wirklich schönen Seiten Französisch Polynesiens zu sehen. Obwohl die wirklichen Geheimnisse dieses Landes sind nur sehr teuer erreichbar. Flüge von nur einer Stunde oder etwas mehr zu diesen Destinationen kosten 450 Franken aufwärts… Aber für diesen Preis gab es einen Flugpass zu den Windinseln. Moorea, Raiatea, Huahine, Maupiti und das legendäre Bora Bora. So bin ich eines Morgens mit gepacktem Rucksack im Büro von Air Tahiti erschienen und habe den Pass gebucht. Erste Destination = nächster Flug innerhalb der nächsten Stunden. Und schon sass ich im Flieger nach Raiatea… und um die Erfahrung reicher einfach an den Flughafen zu fahren und den ersten Flug zu nehmen…

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Eine Antwort to “Tahiti – Start in Französisch Polynesien”

  1. pia hess sagt:

    Hallo Jolanda
    Mir ist so wohl, dass ich von dir den neusten Bericht lesen konnte. Hast du wieder gut gemacht, und schöne Photos geknippst. Bravo! Mach weiter so und pass auf dich auf.

    Herzliche Grüsse
    Mami

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