Kochende Schlammtümpel, Geysiere und Maori-Festival in Rotorua

Gemäss meinem Maya-Sternzeichen sollen Vulkane und Strände meine energieschöpfenden Orte sein. Und Neuseeland ohne Vulkane ist nicht Neuseeland. Die heissen Quellen und Geysiere auf der Nordinsel sind bekannte touristische Ziele. In Rotorua angekommen machen wir bereits mit dem nach faulen Eiern riechenden Duft der Stadt Bekanntschaft. Schon recht penetrant, aber Augen zu und durch! Und schon haben wir auch die spontanste Tour, die ich jemals gemacht habe, gebucht.

Die Tour hat nämtlich eigentlich schon begonnen. Der Hostelmanager ruft dann aber gleich den Fahrer an, dass der nochmals zurück kommt, um uns mitzunehmen. Wir haben 5 Minuten Zeit uns fertig zu machen. Wir fahren raus aus dem Ort. An uns vorbei ziehen goldene Hügel mit Schafen – Neuseeland hat den schönsten und trockensten Sommer seit 80 Jahren (Europa den härtesten Winter…). Schöne Sonnenuntergangsstimmung. Wir fahren erst zu den Mudpools oder auf gut Deutsch zu einem kochenden Schlammtümpel. Mit Werkzeug fischt unser Guide Schlamm heraus. In einem Behälter nehmen wir diesen mit und fahren weiter. Dann ist es schon fast dunkel. Wir sind an einem Fluss und reiben uns von oben bis unten in den heilenden Vulkanschlamm ein, der mittlerweile etwas abgekühlt ist. Dann setzen wir uns in die heisse Quelle im Fluss. Natur pur! Kommt mir irgendwie bekannt vor – Erinnerungen an Costa Rica.

Zufällig findet in Roturua gerade ein nationales Maori-Festival statt. Also nichts wie hin! Die ganze Aufmachung und die Darbietungen erinnern doch leicht an ein Schweizer Jodelfestival, nur dass ich mit der Musik hier definitiv mehr anfangen kann. Die Maoris haben einst durch ihren starren Blick mit weit aufgerissenen Augen und ausgetreckter Zunge ihren Feinden Angst eingejagt. Heute gehören diese Gebären immer noch zu den traditionellen Darbietungen. Wir setzen uns also hin und lassen uns vom Festivalfieber mitreissen. Trotz Fotoverbot – wir hätten im Notfall dämlichen Tourist gespielt – haben wir doch einige tolle Fotos machen können. Die Bühne war etwas weit weg, so dass wir die meisten Bilder von der Leinwand gemacht haben. Deshalb sind sie etwas unscharf.

Natürlich können wir uns die Hauptattraktion Wai-O-Tapu nicht entgehen lassen. Dort sehen wir dampfenden Schlamm und aufgrund von chemischen Reaktionen Wasserbecken in knallgrün oder rot… Aber ehrlich gesagt, hätte ich etwas mehr erwartet von den Bildern, die ich vorab gesehen habe. Die Fotos sind trotzdem schön geworden…

Ähnliche Artikel:

Antwort eingeben

< script type = "text/javascript" > //