Im Eiltempo durch Laos nach Thailand

Laos stand immer ganz oben auf meiner Liste und nun reise ich in zwei Tagen durchs Land… Aber ein weiteres Ziel meiner Reise war ein Intensiv-Yogakurs. Ich habe von einer Reisenden vom Nong Khai Alternative Center in Nong Khai, Thailand gehört. Mein Plan war Laos zu bereisen und im August den Yogakurs zu machen. Ein Blick auf die Homepage – das Center ist infolge Ferien im August geschlossen. Eine schnelle Entscheidung – Planänderung!

Der Bus von Dien Bien Phu bringt mich über die Grenze nach Udomxai. Die Luxemburgerin, die ebenfalls in Dien Bien Phu gestrandet ist, erzählt mir, dass wir zwei Glücklichen ohne Visum nach Laos einreisen können. Schweizer und Luxemburger sind anscheinend die einzigen westlichen Nationen, die Laos bis zu 15 Tage ohne Visum bereisen können. Perfekt! Und 35 Dollars gespart!

Mit der üblichen Verspätung treffe ich in Udomxai ein. Leider bleibt mir keine Zeit diese Gegend zu erkunden. Das Risiko ist zu gross, dass ich es nicht rechtzeitig zum Kursbeginn nach Thailand schaffe. Somit besteige ich den nächsten Bus nach Luang Prabang. Ich bin wieder einmal die einzige Touristin im Minibus. Und schnell wird anhand der Kilometeranzeige an den Steinen am Strassenrand klar, dass diese Busfahrt wieder einmal eine ziemlich umfassende Verspätung beinhaltet.

Aber die Fahrt ist atemberaubend. Laos hat 6.5 Millionen Einwohner und ist fast 4mal so gross wie die Schweiz. Ich sehe nichts als Hügel und kaum Häuser. Die Berge tauchen in goldiges Licht während des Sonnenuntergangs. Der Bus ist die einzige Lärmquelle, ansonsten absolute Stille und atemberaubende grüne Natur. Als es dunkel wird sehe ich gerade am Strassenrand etwas Licht in den einfachen Hütten, wo die Laoten wohnen. Die Hütten haben keine Fenster und keine Aussenbeleuchtung. Da es so gut wie keine künstlichen Lichter gibt, ist der Sternenhimmel atemberaubend. Ich sehe diese Hügel und denke an Semuc Champey in Guatemala. Genauer gesagt an das traumhafte Hostel auf einem Hügel mitten in den Bergen. Wie wäre es ein solches Hostel hier in Laos zu haben? Mitten in der Natur und unendlicher Stille…

Um 23.00 Uhr komme ich schliesslich in Luang Prabang an. Der Busbahnhof für die Minibusse ist klein und mich beschleicht kurz Panik. Gibt es hier Tuk Tuks und Fahrer, die Englisch sprechen und mich um diese Uhrzeit in ein Guesthouse bringen. Um 23.30 Uhr schliesst alles in Laos – Sperrstunde. Aber kurz bevor der Bus hält sehe ich zahlreiche Tuk Tuks und Jumbos (die grössere Variante der Tuk Tuks mit einer richtigen Fahrerkabine) und schon werde ich auf Englisch angesprochen. Ich teile das Tuk Tuk schliesslich mit einem Mönch. Es ist genug Platz da, so dass es nicht schwer ist zu verhindern, dass ich ihn nicht berühre. Frauen dürfen nämlich in Südostasien keinesfalls einen Mönch oder auch nur seine Kleidung berühren. Dies würde ein aufwendiges und mehrstündiges Reinigungsritual für den Mönch nach sich ziehen.

Tags darauf buche ich gleich ein Busticket für den Nachtbus nach Vientiane und erkunde dann Luang Prabang. Luang Prabang ist bezaubernd. Und ich freue mich bereits jetzt schon nach meinem Yogakurs nach Laos zurückzukehren.

Morgen früh in Vientiane teile ich mir mit einem holländischen Paar ein Tuk Tuk zur Freundschaftsbrücke nach Thailand. Und wir stellen schnell fest, dass wir das selbe Ziel haben. Wir haben alle den Yogakurs in Nong Khai gebucht…

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