Yoga-Intensivkurs am Mekong in Thailand

Sitting on the bank

watching the river flow

when I turn to look again

not only have my perceptions changed

but so has the river

In this world of constant transformation

how can I possibly tell you who I am

the best I can ever hope to do

is tell you who I was…

By Pantrix

…in diesem Sinne habe ich mich für einen einwöchigen Intensiv-Yogakurs im Nong Khai Alternativ Center angemeldet. Ehrlich gesagt habe ich einfach mit etwas Stretching, Muskelkater in den ersten Tagen, etwas Meditation und schliesslich einem besseren Körpergefühl gerechnet… und es kam etwas anders.

Die Woche war sehr anstrengend. Morgens um 06.55 Uhr Eintreffen, Theorie un anschliessend Asanas (die erwarteten körperlichen Übungen) zu praktizieren. Um 10.30 Uhr gabs dann Frühstück. Um 02.55 Uhr ging es wieder weiter bis Abends nach 19.00 Uhr – meistens 20.00 Uhr. Theorie, Atemübungen und nochmals eine Stunde Asanas. Und ich war fertig!

Man sagt so schön, dass Körper, Geist und Seele miteinander verbunden sind. Wenn man sich also intensiv mit einem Teil auseinandersetzt, passiert auch etwas mit den anderen Teilen und umgekehrt. Die Asanas helfen auch Organe anzuregen und den Körper zu entgiften. Und Entgiften ist meistens mit einer Müdigkeit verbunden bevor die Leichtigkeit kommt. In diesem Sinne kann von der ganzen Yoga-Praxis gesprochen werden. Der Weg ist hart und fordert viel Disziplin, aber es lohnt sich!

Die Woche war nicht einfach, aber die Erkenntnisse, die ich für mich daraus ziehen konnte, sind wertvoll. Und Nong Khai ist definitiv der attraktivste Grenzort, den ich auf meiner Reise gesehen habe.

Orte an der Grenze zu einem anderen Land sind meistens etwas “dodgy” (zwielichtig, fragwürdig) wie man auf Englisch sagt. Das einzig zwielichtige an Nong Khai sind in meinen Augen die weissen, westlichen Männer, die sich in Nong Khai sehr zahlreich niedergelassen haben und teilweise bereits vormittags mit einem Bierchen im Restaurant anzutreffen sind. Abends sitzen sie dann in den Bars, die ich auf meinem Rückweg zu meinem Guesthouse passiert habe und trinken gelangweilt Bier und versuchen mit den wenigen ebenso gelangweilten Thai-Frauen anzubandeln. Ansonsten ist Nong Khai ein friedlicher Ort mit den typisch freundichen Thais.

Ab und zu habe ich mir für einen Franken am Tag ein Fahrrad gemietet und bin damit durch die Kleinstadt (60’000 Einwohner) gefahren. Überall habe ich lächelnde Gesichter angetroffen. Überraschenderweise musste ich in den meisten Fällen nicht mal um Preise fälschen, weil in Nong Khai, ansonsten gemäss meiner Erfahrung unüblich in Thailand, Waren meistens mit einem Preisschild angepriesen werden. Da bleibt einem noch der einfache Weg nach einem Discount zu fragen.

Der Charme Nong Khais ist eindeutig, der vorbei fliessende Mekong, der die Grenze zu Laos bildet. Hier kann man stundenlang am Ufer sitzen und den Fluss beobachten, nach Laos rüberschielen, die Boote sehen, die gegen die starke Strömung kämpfen usw. Es ist Regenzeit und von daher ist die Farbe des Mekongs meistens braun. Nachdem es jedoch geregnet hat, sieht das Wasser grüner aus und spiegelt an der Oberfläche.

Und dann gibt es noch den Skulpturenpark östlich der Stadt, der mit wunderschönen hinduistischen und buddhistischen Figuren auf den Besucher wartet (siehe Bilder).

Ich werde wohl irgendwann wieder nach Nong Khai zurückkehren um den Mekong zu beobachten…

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